Diese Frage hat die Angst vor meiner Selbstständigkeit vernichtet!



Rückblende:

Im März diesen Jahres wurde ich erneut von Gamification und der Community geflashed als ich die GamiCon21V Konferenz besucht.

Dort wurde mir bewusst, ich in diesen Bereich eintauchen.

Das Problem: Ich war Vollzeit angestellt.

Eins war mir jedoch klar: Halbgare Sche*** nebenbei, wird bei mir nicht funktionieren.

Ich brauche den Fokus!

Vollzeitselbstständigkeit.

Keine Unternehmer im Freundeskreis, keine Erfahrung daran komplett eigenverantwortlich Geld zu verdienen, zu verhandeln.

Und damit kamen die Ängste.

“Das klappt doch eh nicht.”

“Was ist wenn du scheiterst?”

“Und dann hast du irgendwann kein Geld mehr. Wirst in Schulden übergehen und dein Lebenlang in dem Loch gefangen bleiben.”

“Oh, aber wenn du merkst, dass du eigentlich ein totaler Versager bist, der nichts drauf hat.”


Zu dem Zeitpunkt habe ich mich unteranderem viel mit Stoismus auseinander gesetzt. Sodass die richtige Frage aufkam.

Die Stoiker nennen es Premeditatio malorum.

Die Frage die ich mir gestellt habe war:


Was ist das Schlimmste, das passieren kann?


“Ich scheitere und gewinne nicht mal einen Kunden.”

Und ist das schlimm, Thorsten? Was machst du dann?

“Hmm, dann habe ich gelernt und gehe wieder in ein (oder mein altes) Angestelltenverhältnis über.


“Aber wenn das Geld leer geht!”

Ist das schlimm, Thorsten? Was machst du dann?

“Hmm, ich meine, das wird ja nicht von heute auf gleich passieren. Wäre doof, aber ich kann meine Fixkosten weiterzurückschrauben, kurzzeitig wieder bei meinen Eltern wohnen. Arbeitslosengeld beantragen, …”


So ging das weiter.

Bei jeder Angst, jeder Frage die aufkam, habe ich mich selbst gefragt, wie schlimm ist das wirklich, und was mache ich, wenn das passiert.


Am Ende war meine Angst nachhaltig vernichtet, weil ich um das Schlimmste wusste und (Wichtig!) was ich dann machen werde.

Die möglichen Benefits sind viel größer als die potenziellen Schäden.


Beim nächsten ruhgigen Gespräch mit meinem Teamleiter habe ich die mündliche Kündigung eingereicht.


Ich bin überzeugt, dass die Frage:

Was ist das Schlimmste, das passieren kann?

und sich mit dem Schlimmsten zu beschäftigen, hilft Ängste einzuordnen und zu überwinden.


Ich bin neugierig:

Vor welchen Sachen hattest du erst Angst, die du dann doch gemacht hast?

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